Zollikerberg, 21.10.2011. In Zollikerberg müssen in der Forchstrasse zwischen Waldburg und Rosengarten die beiden Abwasserkanäle aus den Jahren 1927 und 1956 durch einen neuen Kanal ersetzt werden. Dieses anspruchsvolle Projekt wird seit dem 2. Mai 2011 im unterirdischen Microtunneling-Verfahren ausgeführt. Die beiden Vortriebsmaschinen – eine startete bei der Waldburg, die andere beim Rosengarten – hatten eine Strecke von 478 Metern respektive 420 Metern zurückzulegen.
Mit der Verfügung vom 22. Februar 2011 erteilte der Gemeinderat Zollikon dem Totalunternehmer (TU) Zollikerberg den Zuschlag des Auftrages „Kanal Forchstrasse, Zollikerberg“. Somit konnten nach der Vorprojekt- und Offertphase die Ausführungsplanungen und AVOR-Arbeiten zur Realisierung dieses herausfordernden und nicht alltäglichen Projektes gestartet werden.
Nach Vorliegen der Rodungsbewilligung für den Installationsplatz Waldburg, konnte termingerecht im April mit dem Auffahren der ersten Baustellencontainer und Baumaschinen gestartet werden.
Am 25. Juli 2011 erfolgte das Andrehen der Pressstrecke mit einem Innendurchmesser von 1'400 mm im Startschacht Waldburg in Richtung Zielschacht beim Parkplatz vor dem Coop. Der Weg zum Zielschacht führt in einer räumlichen S-Kurve und einer Steigung von bis zu 5,5% durch hart gelagertes Moränenmaterial. Am Mittwoch, 05. Oktober, um 10.16 Uhr, konnte nach 53 Bohrtagen und damit einer durchschnittlichen Tagesleistung von etwas über 9 m zielgenau der Durchstich vor dem Coop gefeiert werden.
Die zweite Maschine mit einem Innendurchmesser von 1'200 mm arbeitete sich seit dem 29.07. vom Rosengarten ebenfalls in Richtung Parkplatz beim Coop. In diesem Abschnitt wurden aufgelockertes Moränenmaterial und eiszeitliche Seeablagerungen, also eher weiche, bindige Böden durchfahren. Die Ankunft dieser Maschine erfolgte ebenfalls punktgenau am 18. Oktober um 19.00 Uhr.
Im Anschluss an diese Arbeiten müssen alle Liegenschaften und die ganze Strassenentwässerung mittels ca. 90 Bohrungen Dmi 225 aus dem neuen Kanal angeschlossen werden. Zudem wird im Bereich Waldburg im Startschacht eine Drosselkammer und beim Stumpbach eine Hochwasserentlastung (HWE) erstellt, welche gleichzeitig als Startschacht für die neue Stumpbachunterquerung der Forchstrasse und Forchbahn dient. Im Bauperimeter sind ausserdem noch etliche kleiner Schachtbauwerke zu erstellen und diverse Anpassungsarbeiten auszuführen.
Verantwortlich für die Arbeiten sind die Bauunternehmungen Implenia und Brunner Erben sowie die Locher Ingenieure AG für die Projektierung und Bauleitung. Sie haben sich zur Totalunternehmung Zollikerberg zusammengeschlossen. Bauherr ist die Gemeinde Zollikon.