Zwischen Vorarbeiten und Provisorien

Einhausung Schwamendingen – zwischen Vorarbeiten und Provisorien

Zürich, 19.12.2018  Noch vor einem Jahr reihten sich entlang der Nationalstrasse N01/40 stadtauswärts nach dem Schöneichtunnel diverse Genossenschaftssiedlungen. Heute stapeln sich weisse Baucontainer und ein gelb/oranges Besucherzentrum thront am Hang. Der Lärm der nahen Autobahn ist nach wie vor ohrenbetäubend. Seit Anfang 2018 laufen die Vorarbeiten für die Bauausführung der Einhausung Schwamendingen.

Die Einhausung soll auf einer Länge von 940 m die Nationalstrasse N01/40 überdecken und die Lärm- und Luftbelastung für das Quartier reduzieren. Mit der Einhausung entsteht ein in der Schweiz einzigartiger, knapp ein Kilometer langer und rund 30 Meter breiter Nutzbau. Die Konstruktion besteht aus einem Tagbautunnel, welcher auf Pfählen fundiert wird. Auf der Decke des Tunnels entsteht ein durchgehender Grün- und Freiraum für die Quartierbevölkerung, der über Rampen, Treppen und Lifte für Fussgänger und Velofahrer erschlossen wird. Entlang der Einhausung entsteht beidseitig je ein öffentlicher Weg, der die Zugänglichkeit zum Park zu Fuss und mit dem Fahrrad erleichtert.

Mit den Vorarbeiten wird durch diverse Gebäudeabbrüche und Rodungen der Platz für die Realisierung der Einhausung und den dazu notwendigen Installationen geschaffen. Der Hauptinstallationsplatz mit seinen markanten Baucontainern und dem Besucherzentrum als Blickfang direkt beim Portal des Schöneichtunnels stadtauswärts ist erstellt und bereit für die Ausführung der Hauptarbeiten.

Anfangs Dezember wurde es dann plötzlich still in Schwamendingen. Zwei 40 m lange Fussgängerbrücken wurden in der Nacht über die Nationalstrasse gehoben. Aus Sicherheitsgründen war eine komplette Sperrung der Nationalstrasse im Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Aubrugg und dem Milchbucktunnel notwendig. Der Verkehr wurde grossräumig umgeleitet. Mit zwei Mobilkränen wurden die beiden Fussgängerbrücken Millimeter genau auf die bereits vorab erstellten Betonpfeiler abgesetzt. Für diesen Vorgang waren diverse Fachleute sowie viele Arbeitsstunden aller Beteiligten notwendig. Ein erster Kraftakt in der Ausführung ist damit geschafft. Die Hilfsbrücken sind dafür da, die Fussgängerbeziehungen zwischen der Nord- und Südseite der Nationalstrasse während der ganzen Arbeiten aufrecht zu halten.

Mit dem Einheben der Hilfsbrücken sind die Vorarbeiten beinahe abgeschlossen und der Baustart der Hauptarbeiten kann wie geplant im Frühjahr 2019 erfolgen. Die Locher Ingenieure AG freut sich auf die Realisierung dieses aussergewöhnlichen Bauwerks und wünscht frohe Festtage & einen guten Start ins neue Jahr.