Rampeninstandsetzung am Limmattalerkreuz

Vorgezogene Massnahmen Erhaltungsprojekt Anschluss Dietikon - Verzweigung Limmattal

Weiningen, 29.07.2019

In vorgezogenen Massnahmen (VoMa) werden im 2019 zwei Rampenbauwerke instandgesetzt. Diese Rampen sind als Grundwasserwanne ausgebildet und unterqueren mit jeweils drei Unterführungen andere Nationalstrassenverbindungen am Limmattalerkreuz. Die Rampen verlaufen in einer Linkskurve und bilden die Verbindungen von Luzern in Richtung Bern (Länge 230 Meter), respektive von St. Gallen in Richtung Zürich (Länge 190 Meter).

Den Projektanstoss gab neben dem Bauwerkszustand die Absicht die Fahrspur für Unterhaltsmassnahmen zu schieben oder bei Bedarf eine zweite Fahrspur zu markieren. Dazu wird die bestehende Entwässerung auf der Kurveninnenseite als überfahrbare Schlitzrinne ausgebildet. Um das notwendige Lichtraumprofil zu gewährleisten, wird das innenliegende Bankett nach einem oberflächigen Betonabtrag mit Ultrahochleistungsfaserbeton (UHFB) reprofiliert und abgedichtet. Mit dem Wegfallen des konventionellen Aufbaus aus Bitumenabdichtung und Gussasphalt wird die notwendige Höhe innerhalb des bestehenden Bauwerkes gewonnen.

Der Einbau von UHFB erfordert eine detaillierte Planung des Bauablaufs und der Logistik. In dieser Anwendung wird der UHFB auf der Baustelle gemischt und direkt zum Einbauort befördert. Aufgrund der Konsistenz und Abbindeeigenschaften unterscheidet sich die Verarbeitung von der eines konventionellen Betons und erfordert damit vertraute Facharbeiter. Um eine genügende Griffigkeit der Bankettoberfläche zu erhalten, wird in die Oberfläche gebrochener Splitt eingearbeitet. Die weiteren Arbeiten sind im Wesentlichen:

  • Ersatz von Belag und Abdichtung
  • Betoninstandsetzungen an Wannenböden und -wänden
  • Erhöhung der ungenügenden Betonüberdeckung durch Vorbeton an den Wänden und Applikation einer Beschichtung
  • Ersatz der Entwässerung und Ergänzung von Kabelrohranlagen
  • Anpassungen von Belag und Werkleitungen in den anschliessenden Trasseebereichen

Die Arbeiten erfolgen unter ständigem Verkehr und werden deshalb in zwei Hauptphasen getrennt. Dazu wird die Rampenfläche längs in zwei Etappen geteilt und der Baustellenbereich durch Trennelemente von der Fahrbahn getrennt. Ende Juli werden die ersten Teilphasen auf der Kurveninnenseite abgeschlossen und die Baustelle auf die Aussenseite umgestellt. Die Bauarbeiten der beiden Rampen starteten im März 2019 und werden im Oktober 2019 abgeschlossen. Die Hauptarbeiten der Erhaltungsprojektes im gesamten Perimeter werden im 2020 und 2021 ausgeführt.

Die Locher Ingenieure sind innerhalb der Ingenieursgemeinschaften verantwortlich für die beiden Rampen. Die Bearbeitung beinhaltet alle Phasen ab der Überprüfung bis zur Realisierung inkl. Projektabschluss und Dokumentation.