«Frieda» hält wieder in der Emmat

«Frieda» hält wieder in der Emmat

Behindertengerechter Umbau der Haltestelle Emmat

Egg, 21.05.2021

Das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) sieht vor, dass der öffentliche Verkehr bis spätestens Ende 2023 den Bedürfnissen von behinderten und altersbedingt eingeschränkten Reisenden entsprechen muss. Um diesem Bedürfnis Rechnung zu tragen, baut die Forchbahn AG ihre Haltestellen entsprechend um. Neu reiht sich nun auch die schicke Haltestelle Emmat in die immer länger werdende Liste der behindertengerechten Haltstellen ein.

In nur zweieinhalb Monaten Bauzeit wurde der bestehende Perron erhöht und um rund 8 m in Richtung Langwies/Egg verlängert. Zudem wurde der Perron auf 2.70 m verbreitert und eine Rampe für den behindertengerechten Zugang geschaffen. Die gesamte Haltestellenausrüstung inkl. Kabelanlage wurde erneuert und modernisiert, lediglich das markante pinke Wartehäuschen wurde durch die Arbeiten nicht tangiert. Die Haltestelle Emmat wurde während der Bauarbeiten nicht bedient, der Bahnbetrieb auf der Strecke jedoch aufrechterhalten. Zur Gewährleistung der Sicherheit für den Zugverkehr und die Baustelle wurde eine automatische Warnanlage installiert und es war jederzeit ein Sicherheitschef vor Ort.

Dank der sehr guten Zusammenarbeit und Koordination aller Projektbeteiligten konnte die Haltestelle Emmat fast 2 Wochen früher als vorgesehen wieder den Fahrgästen freigegeben werden.

Die Locher Ingenieure AG hatte die Gesamtleitung des BehiG-Projektes sowie die Projektierung des Tiefbaus von den Projektphasen Vorprojekt bis Inbetriebnahme inne. Die örtliche Bauleitung wurde ebenfalls von der Locher Ingenieure AG wahrgenommen.

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Einbauwochenende Fertigelemente an der Uetlibergstrasse

Einbauwochenende Fertigelemente an der Uetlibergstrasse

Fertigelemente an der Uetlibergstrasse, Bereich SZU-Trassee Höhe Manesseplatz

Zürich, 21.04.2021

Mit dem Projekt Uetlibergstrasse muss Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) die beiden bestehenden Bachwasserkanäle in der Uetlibergstrasse im Abschnitt Austrasse bis zur Sihl durch einen Ortbetonkanal ersetzen. Im Abschnitt Austrasse bis Manessestrasse ist zudem der Schmutzwasserkanal zu erneuen. In der Haldenstrasse werden der Mischwasser- und teilweise auch der Regenabwasserkanal neu erstellt.

Der heutige Entwässerungskanal, der das Bachwasser des Kolbenhofbachs und Friesenbergbachs eingedolt unter der Uetlibergstrasse bis in die Sihl führt, entspricht mit seinem Durchmesser von 1600 mm nicht mehr den Grössenanforderungen. Er wird in offener Bauweise durch einen neuen Ortbetonkanal mit einer Querschnittsfläche von 6 m2 ersetzt. Für dessen statische Bemessung mussten auch die Bahnlasten der SZU und des möglichen zukünftigen Trams sowie eine mögliche Explosion im Kanal berücksichtigt werden.

Zwischen Manesseplatz und Sihl verläuft der Rechteckkanal örtlich unter dem SZU-Trassee hindurch. Zur Gewährleistung des Betriebes auf dem SZU-Gleis musste in diesem Bereich der Bau an einer Wochenendsperrung erfolgen. Dies wurde am Wochenende vom 16.-19.04.2021 mittels Einhebens von Fertigelementen durchgeführt. Nach der Sperrung des SZU-Gleises und örtlichen Unterbrechung der Fahrleitungen mussten die Schienen getrennt und entfernt werden. Daraufhin folgte der Aushub und Abbruch des bestehenden Bachwasserkanals durch den Unternehmer, bevor dann der Einbau der Fertigelemente durch die Firma Fanger Elementtechnik AG ausgeführt werden konnte. Bis am Montagabend wurde der Graben wieder aufgefüllt und die Schienen sowie Fahrleitungen montiert, damit die Freigabe des Betriebsgleises SZU rechtzeitig für die erste Fahrt am Dienstagmorgen erfolgen konnte.

Neben den Kanalbauarbeiten werden im Projekt Uetlibergstrasse diverse Werkleitungen erneuert, der Platz am Bahnhof Binz neugestaltet, die Bushaltestellen Binz erneuert sowie die Beläge im gesamten Projektperimeter zwischen Bahnhof Binz und Manesseplatz neu erstellt.

Die Locher Ingenieure AG wurde durch das Tiefbauamt der Stadt Zürich für die Phasen Ausschreibung, Ausführungsprojekt, Bauausführung und Abschluss beauftragt.

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TBM für 5.5 km SiSto zum Andrehen bereit

TBM für 5.5 km SiSto zum Andrehen bereit

Ein Sicherheitsstollen für den Kerenzerbergtunnel

Glarus Nord, 01.04.2021

Der Kerenzerbergtunnel ist ein Bestandteil der Nationalstrasse N03/70 und befindet sich auf dem Kantonsgebiet Glarus, zwischen den Anschlüssen Weesen und Murg in Fahrtrichtung Sargans. Der Verkehrstunnel, der im Jahre 1986 in Betrieb genommen wurde, weist eine Länge von rund 5‘700 m auf und bedarf heute, aufgrund des angezeigten Zustandes, einer Gesamterneuerung sowie einer Anpassung der vorhandenen Anlagen an die heutigen Anforderungen.

Von 2020 bis 2024 erfolgt der Neubau eines parallelgeführten Sicherheitsstollens (SiSto), welcher gleichzeitig als Fluchtweg und als Abluftkanal für den Haupttunnel dient. Der grösstenteils von Seite Gäsi mit einer Tunnelbohrmaschine (TBM) aufgefahrene Querschnitt weist deshalb einen für Sicherheitsstollen unüblich grossen Durchmesser von 7.1 m und eine Ausbruchsfläche von ca. 40 m² auf. 20 neue Querverbindungen sowie 52 Abluftstollen stellen die Verbindung zum Haupttunnel für Flüchtende sowie die Absaugung von Rauchgasen im Ereignisfall sicher.

Während auf Seite Gäsi die umfangreichen Installationen für die Doppelschild-TBM sowie die Ausbruchsicherung mittels Tübbingen erstellt werden, erfolgen auf Seite Tiefenwinkel ein konventionell aufgefahrener Gegenvortrieb von gut 250 m sowie der Ausbruch einer untertägigen Tunnelzentrale mit zwei Kavernen und einem rund 150 m hohen Lüftungsschacht.

Die Locher Ingenieure AG ist federführend in der Ingenieurgemeinschaft, ist für die Gesamtprojektleitung, die Projektierung des Gegenvortriebs sowie der Tunnelinstandsetzung verantwortlich und ist Teil des Bauleitungsteams.

 

Weiterführende Informationen zum Projekt sind auf der offiziellen Webseite des Bundesamtes für Strassen ASTRA zu finden: www.kerenzerbergtunnel.ch

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Intensiver Brückenbau in der Zürcher Innenstadt

Intensiver Brückenbau in der Zürcher Innenstadt

Ersatzneubau Überführung Bederstrasse: Erste Brückenbauetappe auf Abschlusskurs

Zürich, 01.03.2021

Am Bahnhof Zürich Enge sind seit April 2020 intensive Brückenbauarbeiten im Gange. Die bestehende Bederbrücke aus dem Jahr 1923, die aus Sicherheitsgründen seit Anfang 2019 für den Schwerverkehr gesperrt ist, hat das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht und muss ersetzt werden. Die Brücke dient der Überführung des Tram- und Stadtverkehrs über die SBB-Bahnlinie direkt am Bahnhof Zürich Enge.

Die alte Brücke wird in zwei Etappen vollständig zurückgebaut und durch eine neue, 6 m breitere Brücke ersetzt, so dass für den MIV- und Veloverkehr eine separate Fahrspur stadtauswärts geschaffen werden kann. Neben der Brücke entstehen auf Seite Postgebäude aus einer ehemaligen Heiztankanlage eine Velostation mit ca. 90 Veloabstellplätzen und ein neuer Treppenzugang zum Perron 1. Auf der gegenüberliegenden Seite beim Perron 2 wurde bereits ein neuer Treppenzugang zur Kantonsschule Freudenberg realisiert, der im Sommer 2020 provisorisch für den Publikumsverkehr geöffnet werden konnte.

Die Bautätigkeiten finden mit Ausnahme diverser Nacht- und Wochenendsperrungen unter laufendem Verkehrsbetrieb statt. Die 1. Etappe der alten Brücke wurde bereits zurückgebaut, die neuen Brückenfundamente betoniert und die vorfabrizierten Betonstützen versetzt.  Am letzten Wochenende wurden während einer Vollsperrung des Bahn- und Trambetriebs drei ca. 38 m lange und 27 Tonnen schwere Stahlträger mittels Mobilkraneinsatz auf spektakuläre Weise erfolgreich eingehoben und die daran aufgehängten Brückenschalungselemente passgenau verlegt.

Diesen Sommer wird während einer 6-wöchigen Sperrung des Tramverkehrs die anschliessende 2. Etappe unter terminlichem Höchstdruck im 24-Stundenbetrieb realisiert. Die Restarbeiten werden voraussichtlich noch bis Frühling 2022 andauern. Die Projektkosten betragen rund 32 Mio. Franken.

Die Locher Ingenieure sind innerhalb der Ingenieurgemeinschaft als Projektverfasser verantwortlich für die Widerlagerverbreiterung inkl. Natursteinarbeiten, die Brückenfundation inkl. Grossbohrpfähle, die Baugruben, die städtische Velostation, die Treppenkonstruktionen, die Anpassung der Perrondächer sowie die Werkleitungen im Perronbereich. Neben der örtlichen Bauleitung zu den von uns projektierten Bauteilen nehmen wir auch die Chefbauleitung der Gesamtbaustelle wahr.

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Einhausung Schwamendingen – sichtbarer Fortschritt

Einhausung Schwamendingen – sichtbarer Fortschritt

Einhausung Schwamendingen: die erste Tagbautunnelröhre der Einhausung wird Schritt für Schritt ersichtlich

Zürich, 11.02.2021

Mit dem Start ins neue Jahr ist das Projekt Einhausung Schwamendingen in eine neue, spannende Bauphase gestartet. Bereits im Jahr 2020 wurde die Einhausung mit dem Bau der Mittelwand, welche die beiden Tunnelröhren später trennt, Schritt für Schritt sichtbar. Nach Abschluss der Mittelwand wurde die neue Verkehrs- und Bauphase 4.1 als Start der Erstellung der nördlichen Röhre eingerichtet. Der Verkehr wird nun komplett auf der südlichen Seite entlang der Mittelwand geführt. Nördlich der Mittelwand ragen bereits die ersten Aussenwände empor.

Im Januar 2021 wurde unter Schneefall und bei kalten Temperaturen mit den Arbeiten gestartet. Zuerst wurde mit dem Aushub für das Pfahlbankett, der Fundation der Aussenwand, begonnen. Auf das Pfahlbankett folgt nun die Aussenwand, auf die im Anschluss die nördliche Decke zu liegen kommt. Für die Ausführung hat die Unternehmung zwei Schalwagen anfertigen lassen. Diese starten an zwei Punkten und fahren parallel in dieselbe Richtung bis zum Zusammenschluss. Wöchentlich werden so im Schnitt drei Wandblöcke und eine Deckenetappe von 10 Metern Länge erstellt.

Bis im Januar 2022 Jahr wird die nördliche Röhre fertiggestellt. Für die nächste Phase wird dann der Verkehr in der neu erstellten nördlichen Röhre geführt und parallel dazu kann die südliche Röhre realisiert werden.

Neben dem Neubau ist die Sanierung des Schöneichtunnels im Endspurt. Aktuell wird die nördliche Röhre instand gestellt. Auf engsten Raum sind Instandstellungsarbeiten sowie die Erstellung der neuen Portale im Bereich Tierspital und Waldgarten zu koordinieren. Der Abschluss der Sanierung ist auf Ende März terminiert.

Wir von Locher Ingenieure AG begleiten die Entstehung der Einhausung täglich vor Ort und freuen uns über den sichtbaren Fortschritt.  

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Locher Ingenieure für die Zukunft gerüstet

Locher Ingenieure für die Zukunft gerüstet

Zürich, 18.12.2020

Mit dem Jahreswechsel erfolgt bei der Locher Ingenieure AG auch ein Führungswechsel. Nach 24 Jahren erfolgreicher Leitung des Ingenieurbüros übergibt Rolf Bergmann die Führung an eine neue Geschäftsleitung. Diese setzt sich aus langjährigen Locher-Mitarbeitenden zusammen:

  • Marcel Rogenmoser, Vorsitzender der Geschäftsleitung, Leiter des Geschäftsbereichs Tunnelbau & Geotechnik
  • Ronald Ochsner, Stv. Vorsitzender der Geschäftsleitung, Leiter des Geschäftsbereichs Tragwerksplanung & Bauwerkserhaltung
  • Michael Kapp, Leiter des Geschäftsbereichs Tiefbau
  • Daniel Littarru, Leiter des Geschäftsbereichs Infrastruktur Bahn

Rolf Bergmann übernimmt das Präsidium des Verwaltungsrates von Christopher Oechsle.

Mit diesem gut vorbereiteten Schritt wird ein Generationenwechsel bei Locher Ingenieure vollzogen, wobei die Kontinuität des Geschäfts bestens gewährleistet bleibt.

Die Ansprechpartner in den Projekten bleiben mit der Neu-Organisation unverändert. Wir freuen uns weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partner.

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Grosse Baugrube neben der Nationalstrasse

Grosse Baugrube neben der Nationalstrasse

Ausbau Nordumfahrung (ANU) Zürich, Los 1: Bauarbeiten der vorgezogenen Massnahmen laufen auf Hochtouren

Weiningen, 05.11.2020

Im Portalbereich des bestehenden Gubristtunnels in Weiningen entsteht nur wenige Meter neben der Nationalstrasse eine bis zu 10 m tiefe Baugrube. Dabei werden unterirdische Gebäudeteile ausgegraben und mit dem Abteufen der Baugrube laufend abgebrochen. Um die Stabilität des Gebäudes und die Logistik für die schweren Baufahrzeuge sicherzustellen, müssen die abzubrechenden Gebäudeteile mit Holzspriessen zwischenzeitlich abgestützt werden. Die Sicherung der Baugrube erfolgt mittels Nagelwänden.

Neben zahlreichen Kunstbauten, umfangreichen Trasseearbeiten und Brückenbauten über die Nationalstrasse wird im Rahmen des Los 1 des Ausbau der Nordumfahrung die offene Strecke im Anschluss an die drei Röhren des Gubristtunnels auf rund 100 m in Richtung Limmattaler Kreuz überdeckt. Diese Überdeckung Weiningen wird im Tagbau erstellt und einseitig eingeschüttet.

Bevor diese Bauwerke im Rahmen der Hauptarbeiten des ANU Los 1 ausgeführt werden können, sind im Bereich der 3. Röhre der geplanten Überdeckung Weiningen vorbereitende Arbeiten erforderlich. Unterirdische Gebäudeteile des Gewerbehauses Gubrist unmittelbar in Konflikt mit dem Bau der Überdeckung werden mit den vorbereitenden Massnahmen teilweise abgebrochen. Unter der zukünftigen Fahrbahn der 3. Röhre wird zudem der Werkleitungskanal erstellt. Weiter werden die Installationsplätze für die Hauptarbeiten vorbereitet.

Die vorgezogenen Massnahmen werden im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein, anschliessend starten die Hauptarbeiten mit einer Bauzeit von rund 5 Jahren.

Die Locher Ingenieure AG ist in der IG Weiningen für die Projektierung und Bauleitung der Überdeckung Weiningen und im Speziellen im Rahmen der vorgezogenen Massnahmen (VoMa) für die Projektierung des Werkleitungskanals und die Abbrucharbeiten des Gewerbehauses Gubrist verantwortlich.

Fotos © Bundesamt für Strassen ASTRA, 2020 / sca

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Erfolgreicher Brückenschlag über die Reppisch

Erfolgreicher Brückenschlag über die Reppisch

Ersatzneubau Reppischbrücke Bonstetterstrasse

Stallikon ZH, 02.10.2020

Am Freitag 18. September 2020 konnte die kantonale Bonstetterstrasse zwischen dem Weiler Aumüli und Bonstetten wieder für den Strassenverkehr freigegeben werden, nachdem sie 14 Wochen lang wegen Bauarbeiten gesperrt gewesen war.

Die bisherige, ca. 70 Jahre alte Brücke wies neben Schäden und einer zu schmalen Fahrbahn auch statische Defizite sowie Risiken hinsichtlich der Hochwassergefährdung auf und musste deshalb ersetzt werden. Mit dem Ersatzneubau konnte die Fahrbahn verbreitert, der Durchfluss vergrössert und ein 1,5 m breiter, separater Gehweg geschaffen werden, der bis anhin gefehlt hatte. Der Gewässerraum unterhalb sowie im nahen Umfeld der Brücke wurde wasserbaulich optimiert und faunagerecht gestaltet. Gleichzeitig mit den Brücken- und Wasserbauarbeiten konnte auch ein ca. 30 m langes Teilstück der Bonstetterstrasse komplett ersetzt werden. Für Fussgänger und Velofahrer stand permanent direkt neben der Baustelle eine provisorische Hilfsbrücke zur Verfügung.

Die neue, 7,6 m weit gespannte Stahlbetonbrücke ist so konzipiert, dass über die Nutzungsdauer von 100 Jahren möglichst wenig Unterhaltsaufwand entsteht. Durch die auf Grossbohrpfählen fundierte, integrale Rahmenkonstruktion kann auf schadensanfällige Fugenkonstruktionen und Lager verzichtet werden. Dank Abdichtung und wasserundurchlässigem Gussasphalt bleibt die Fahrbahnplatte dauerhaft vor der Einwirkung schädigender Tausalze geschützt. Die stark exponierten Konsolköpfe wurden mit Beton hoher Frostbeständigkeit, nichtrostenden Bewehrungsbügeln und einer wasserabweisenden Tiefenhydrophobierung versehen. Die neuen, schlicht gestalteten Stahlrohrgeländer sind mit einem metallischen Zinküberzug sowie einer anthrazitgrauen Farbbeschichtung vor Korrosion geschützt.

Die Locher Ingenieure AG war als Projektverfasserin Brücken- und Strassenbau verantwortlich für alle Planungsphasen vom Vorprojekt über die Bauleitung bis zur Inbetriebnahme.

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Küssnachter Jahrhundertwerk in Betrieb

Küssnachter Jahrhundertwerk in Betrieb

Eröffnung der Südumfahrung Küssnacht

Küssnacht, 11.09.2020

Am 3. September wurde der Tunnel Burg als Teil der Südumfahrung Küssnacht offiziell eingeweiht und die gesamte Südumfahrung Küssnacht am 4. September 2020 dem Verkehr übergeben. Die offiziellen Feierlichkeiten fanden aufgrund der Corona-Pandemie im kleinen Rahmen statt. Ein Horntrio sowie die 4. Primarschulklasse von Küssnacht begleiteten die kleine Feier musikalisch. Im Anschluss an den Festakt stand der Tunnel Burg während ein paar Stunden der Bevölkerung zur Besichtigung offen.

Obwohl die Umfahrung «nur» 1200 m lang ist, beinhaltet das Projekt fast das gesamte Spektrum des Bauingenieurwesens. Neben Neubauobjekten wie Tagbautunnel, bergmännischer Tunnel, Fluchtstollen, Fluchtschacht, Brücke, Unterführung, Stützmauern, Betonkreisel, Lärmschutzwänden etc. erforderte die Realisierung eine Vielzahl von Baugrubenabschlüssen und Bauhilfsmassnahmen. Schlussendlich wurden über 30'000 m3 Beton verbaut, mehr als eine Viertelmillion Kubikmeter Ausbruch- und Aushubmaterial verschoben, zirka 4’500 m Bohrpfähle erstellt und der Küssnachter Boden mit über 140'000 Bohrmetern durchörtert.

Die Südumfahrung Küssnacht weist eine sehr lange Planungsgeschichte auf. Bereits 1960 wurden die ersten Varianten erörtert und verworfen, bis dann im Jahr 2015 mit den Bauarbeiten gestartet werden konnte. In der Realisierung zeigte sich das Herzstück der Südumfahrung – der Tunnel Burg – als die grösste Herausforderung. Mit den Wassereinbrüchen beim Nordvortrieb sowie dem Tagbruch nahe dem Portal Räbmatt wurde auf der Zielgeraden allen Projektbeteiligten nochmals alles abverlangt. Nach einer fünfjährigen Bauzeit konnte nun die Südumfahrung Küssnacht erfolgreich in Betrieb genommen werden.

Die Locher Ingenieure AG gratuliert allen Beteiligten zu diesem Erfolg und ist stolz, Teil des Planungsteams zu sein. Sie ist innerhalb der Ingenieurgemeinschaft für die Gesamtleitung der Südumfahrung, den Voreinschnitt mit Tagbautunnel und den gesamten Innenausbau des Tunnels sowie die Überführung Artherstrasse verantwortlich.

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Gleisbau-Wochenende Gloriastrasse

Gleisbau-Wochenende Gloriastrasse

Gleisbau an der Gloriastrasse, Bereich Tramhaltestelle Voltastrasse

Zürich, 27.08.2020

Das Projekt «Gloriastrasse» umfasst den Neubau der Tramhaltestelle «Voltastrasse» sowie die Gleiserneuerung und Strassenbauarbeiten. Da die Bewilligung der im Rahmen des Neubaus des Forschungsgebäudes GLC der ETH Zürich verschobenen provisorischen Haltestelle Ende 2020 ausläuft, muss bis dahin die neue, hindernisfreie Haltestelle der Tramlinien 5 und 6 nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes erstellt sein.

Im Zuge der Wiederherstellung der Haltestelle «Voltastrasse» wird diese an alter Lage neu hindernisfrei mit einer durchgehend hohen Haltekante ausgebildet. Damit kann bei allen Türen ein ebenerdiger Zugang angeboten werden. Am Gleisbau-Wochenende vom 15./16. August 2020 wurden die Gleise zwischen der Kurve Sternwartstrasse und der Voltastrasse abgebrochen und in neuer Lage erstellt. Die Arbeiten im Bereich der Gleisanlagen (Abbruch, Gleisentwässerung, Werkleitungsbau, Verlegen der Gleise, Unterbeton) wurden durch die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) respektive deren Unternehmer ausgeführt.

Die VBZ hat die Gleise (inkl. Fahrleitung) im Bereich der Haltestelle um ca. 0.6 m  in Richtung Norden verschoben und gleichzeitig soweit gespreizt, dass der Begegnungsfall Tram-LKW normgerecht abgewickelt werden kann. Diese Verschiebung eröffnet zusammen mit der Verschmälerung der beiden Trottoirs die Möglichkeit die Fahrspur bergwärts soweit zu verbreitern, dass auch im Bereich der Haltestelle ein durchgehender Velostreifen markiert werden kann. Es entsteht so zur Umsetzung des Masterplans Velo bergwärts auf der ganzen Länge des Projektes eine durchgehende Radspur. Neben den Gleisbauarbeiten werden diverse Werkleitungen erneuert, sowie die Beläge im gesamten Projektperimeter neu erstellt.

Die Locher Ingenieure AG wurde durch das Tiefbauamt der Stadt Zürich für die Phasen Ausschreibung, Ausführungsprojekt, Bauausführung und Abschluss beauftragt.

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1‘090 Meter lange Winkelstützmauer entlang der A1

1‘090 Meter lange Winkelstützmauer entlang der A1

Hauptarbeiten Erhaltungsprojekt N01/36 WEST Anschluss Dietikon – Verzweigung Limmattal

Zürich, 10.08.2020

Im Rahmen des ASTRA Erhaltungsprojektes N01/36 West mit dem Projektperimeter der A1 ab Anschluss Dietikon bis Verzweigung Limmattal (Limmattalerkreuz) wird in den Jahren 2020 und 2021 eine Gesamtsanierung durchgeführt. Dazu gehören hauptsächlich die Instandsetzung und teilweise Anpassung sämtlicher Kunstbauten, Erneuerung der Werkleitungen und Ersatz der Beläge.

Entlang der Fahrbahn in Richtung Bern wird die bestehende Blocksteinmauer durch eine Betonmauer ersetzt. Für den Bau der neuen Stützmauer ist auf der gesamten Länge eine Baugrubensicherung in Form einer Nagelwand notwendig. Die 1‘090 m lange Winkelstützmauer verläuft parallel zum Fahrbahnrand und dient gleichzeitig auch als Fahrzeugrückhaltesystem. Im Regelquerschnitt beträgt die Wandhöhe 3.35 m, in einem Abschnitt von ca. 300 m reduziert sich die Höhe auf 1.15 m. Sie wird von drei Brückenwiderlagern unterbrochen. Da die neue Kabelrohranlage hinter der Stützmauer geführt wird, sind 10 integrierte Schachtbauwerke und Pressvortriebe durch die Widerlager der drei Brückenbauwerke notwendig. Zusätzlich werden Fundamente für Signalportale und Spülnischen in die Mauer integriert. Weiter müssen bauliche Anpassungen am autobahnquerenden Durchlass Lenggenbach durchgeführt werden. Dabei wird mittels Höchstdruckwasserstrahlen (HDW) die bestehende Bewehrung des Durchlasses freigelegt und anschliessend mit der neuen Stützmauer zusammenbetoniert. Daneben sind auch diverse bestehende Querungen von Elektro-, Gas- und Wasserleitungen anzupassen oder umzulegen. Die Arbeiten an der Nagelwand starteten im Februar 2020. Derzeit werden die letzten Etappen der Baugrubensicherung erstellt. Die Betonarbeiten haben Ende Mai angefangen und werden anfangs 2021 fertiggestellt.

Die Locher Ingenieure AG ist im Rahmen von zwei Ingenieurgemeinschaften für die Projektierung (ab Phase Zustandserfassung/Massnahmenkonzept) und Bauleitung diverser Kunstbauten verantwortlich.

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Zusätzliche Standplätze am Flughafen Zürich

Zusätzliche Standplätze am Flughafen Zürich

Erweiterung der Zone West am Flughafen Zürich

Zürich, 10.07.2020

Die Zone West ist eines der letzten noch vorhandenen aviatischen Entwicklungsgebiete am Flughafen Zürich. Der gesamte Projektperimeter befindet sich zwischen der Piste 16 und der Glatt und wird nördlich durch den Rollweg LIMA begrenzt. Die südliche Grenze bildet der Altbachkanal.

In einer ersten Etappe wurden 2016 und 2017 zwei Code-E-Standplätze und die nördliche Verlängerung des Rollweg ROMEO realisiert. Es wurde gleichzeitig der Heli Grill an einen provisorischen Standplatz verlegt und mit einem Hügel für die Flugzeug-Spotter ergänzt.

Im aktuellen Projekt werden ca. 10 ha Flugbetriebsflächen, bestehend aus Standplätzen, Rollgassen und Serviceflächen, neu erstellt. Die max. 12 zusätzlichen Standplätze können flexibel für Code C und Code E Flugzeuge genutzt werden. Als Code C bezeichnet man Flugzeuge mit einer Spannweite von bis zu 36 m. Code E Flugzeuge haben eine maximale Spannweite von 65 m. Zusätzlich entsteht eine Reihe von Plätzen zum Abstellen von Business-Jets.

In der ersten Bauphase 2020 erfolgen die Erdarbeiten und die Erstellung der Werkleitungen für die Entwässerung und Wasserversorgung. Mit einem Teil des gewonnenen Ober- und Unterbodens wird eine Bodenaufwertung mit Erstellung neuer Fruchtfolgeflächen in der näheren Umgebung realisiert.

Zusätzlich erfolgt die Aufschüttung des Geländes, um die Basis für den Oberbau zu schaffen und die geringen zulässigen Gefälle für Flugbetriebsflächen einzuhalten. In einer weiteren Bauphase erfolgen dann die Werkleitungen für die Rollwegbefeuerung und die Standplatzbeleuchtung und der Oberbau. Der Oberbau für die Flugbetriebsflächen besteht aus einem 36 cm starken Betonaufbau auf einer 58 cm starken zementstabilisierten Fundation. Ebenfalls werden der Heli Grill mit Spotterstandort an einen neuen Standort verschoben und der um das Projekt verlaufende Skaterweg neu angelegt. Die Locher Ingenieure betreuen mit verschiedenen Planungspartnern das Projekt seit der ersten Projektidee 2011 über alle Projektierungsphasen und stellen aktuell die Bauleitung und Chefbauleitung.

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Schweizer Rekord im Zürcher Untergrund

Schweizer Rekord im Zürcher Untergrund

Durchschlag des Microtunnelingabschnitts Los 2 der Verbindungsleitung ERZ Wärmeversorgung Zürich-West

Zürich, 29.06.2020

Mit dem Durchschlag ist die Microtunneling-Maschine „Erika“ Ende Juni 2020 im Zielschacht Rothstrasse angekommen. Der ca. 870 m lange Vortrieb verlief vom Startschacht Gerstenstrasse unter der Limmat hindurch, am Landenbergpark vorbei bis in den Zielschacht Rothstrasse und ist der letzte Vortriebsstrang von insgesamt 3 Vortriebsabschnitten. Trotz verzögertem Vortriebsstart und teilweise schwieriger Geologie konnten die Vortriebsarbeiten termingerecht abgeschlossen werden. Gemeinsam mit dem lösungsorientierten Baustellenteam wurden die Herausforderungen erfolgreich und unfallfrei im Schutz der heiligen Barbara gemeistert.

Mit dem beinahe gleichzeitigen Eintreffen der Vortriebsmaschinen „Erika“ (Los 2) und „Claudia“ (Los 1) ist nun der Lückschluss der neuen Fernwärme-Verbindungsleitung zwischen der Kaverne Strickhof und dem Schacht Gerstenstrasse erfolgt. Die Gesamtlänge der Microtunneling-Vortriebe von ca. 2‘370 m bei Aussendurchmessern von mindestens 3.6 m stellt einen Schweizer Rekord dar und zählt europaweit zu den Spitzenleistungen.

Bis zum September 2021 werden nun die definitiven Schachtbauwerke erstellt und die Fernwärmetechnik eingebaut. Die Inbetriebnahme der Verbindungsleitung ist im Frühjahr 2022 geplant.

Die Locher Ingenieure AG hat die Federführung in der Ingenieurgemeinschaft ENERGIE und ist unter anderem für die Projektierung und Bauleitung der Microtunneling-Strecke Los 2 verantwortlich.

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Die Forchbahn rollt wieder zweigleisig in Zollikerberg

Die Forchbahn rollt wieder zweigleisig in Zollikerberg

Behindertengerechter Umbau der Haltstelle Spital Zollikerberg

Zollikerberg, 27.05.2020

Um dem Fahrgastkomfort zu steigern und dem Gesetz zur Behindertengleichstellung Rechnung zu tragen, werden die Haltestellen der Forchbahn baulich so angepasst, dass durchgehend ein niveaufreier Zugang zu den Zügen geschaffen wird. In diesem Zusammenhang hat die Forchbahn bereits den Bahnhof Forch, die Haltestellen Waltikon, Egg und Esslingen und nun auch die Haltestelle Spital Zollikerberg baulich angepasst.

Im Zeitraum Februar 2018 bis Mai 2020 wurde die wichtige und gut frequentierte Haltestelle Spital Zollikerberg in zwei Etappen umfassend modernisiert und umgebaut. 2018 wurde in einer ersten Etappe spitalseitig eine neue Personenunterführung inkl. Liftzufahrt zum Perron erstellt. In den Jahren 2019/2020 wurde der bestehende Perron verlängert und erhöht, sodass ein barrierefreier Zugang zu den Fahrzeugen möglich ist. Im Zuge dieser Arbeiten wurde über die gesamte Perronlänge ein Dach als Wetterschutz und zur Erhöhung des Fahrgastkomforts realisiert. Gleichzeitig wurden im Bereich der Haltestelle der Gleisoberbau sowie der Spurwechsel, bestehend aus vier Weichen, erneuert. Diese Arbeiten konnten aufgrund der sehr guten Koordination mit allen Beteiligten unter einseitigem Betrieb ausgeführt werden. Lediglich für den Ersatz des Spurwechsels musste der Zugbetrieb für ein Wochenende ausgesetzt und ein Busersatz eingerichtet werden.

Die Locher Ingenieure AG war mit der Gesamtleitung und der Projektierung dieses Projektes von den Phasen Vorprojekt bis Inbetriebnahme betraut. Auch die Oberbauleitung und örtliche Bauleitung wurden durch die Locher Ingenieure AG wahrgenommen.

Dank der sehr guten Zusammenarbeit und dem Einsatz aller am Projekt beteiligten Personen und Firmen konnte der Forchbahn und deren Fahrgästen ein gelungenes, hochwertiges und langlebiges Bauwerk übergeben werden.

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Nachhaltige Energie für Zürich-West

Nachhaltige Energie für Zürich-West

Abschluss 1. Etappe der Energiezentrale Josefstrasse für die Wärmeversorgung Zürich-West

Zürich, 13.05.2020

Um die Versorgung der Stadt Zürich mit Fernwärme nach der Ausserbetriebnahme der Kehrrichtverbrennungsanlage Josefstrasse im Jahr 2021 sicherzustellen, realisiert die Abteilung ERZ Entsorgung und Recycling Zürich das Projekt Wärmeversorgung Zürich-West. Nebst der Verbindung der beiden Fernwärmenetze Zürich-Nord (Hagenholz) und Zürich-West ermöglicht das Projekt den Kapazitätsausbau sowie die Erschliessung der Quartiere Wipkingen, Unterstrass und Aussersihl.

Auf dem Areal der Kehrichtverbrennungsanlage Josefstrasse entsteht die neue Energiezentrale, welche die Energie aus der Verbindungsleitung von der Anlage im Hagenholz zwischenspeichert und weiter im Fernwärmenetz verteilt. Zur Energiezentrale gehören nebst den sechs Wärmespeicher- und Expansionsbehälter auch drei Spitzenlastkessel, diverse elektro- und verfahrenstechnische Installationsräume sowie eine betriebseigene Werkstatt.

Unter laufendem Betrieb entstanden seit Frühling 2019 die notwendigen Gebäudeteile für die Spitzenlastkessel und die Wärmespeicher- und Expansionsbehälter. Dazu wurde in einem ersten Schritt inmitten der Verbrennungsanlage durch den Ausbau des bereits stillgelegten, zweiten Verbrennungsofens Platz geschaffen für die neue Behälterhalle. Gleichzeitig startete der Bau der ersten beiden Kesselzellen. Nach rund einem Jahr Bauzeit wurde nun der Abschluss der ersten Etappe mit der Montage der Behälter erreicht. Die sechs Behälter wurden während drei Nächten mit einem der grössten Pneukräne der Schweiz von der Josefstrasse an ihren Standort in der Behälterhalle gehoben und auf den vorbereiteten Standringen befestigt.

Die Locher Ingenieure AG hat die Federführung in der Ingenieurgemeinschaft ENERGIE und ist unter anderem für die Projektierung und Fachbauleitung der Tragwerke in Massivbau und Stahlbau der neuen Energiezentrale Josefstrasse in den Projektphasen Vorprojekt bis Inbetriebnahme verantwortlich.

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Jahrhundertbaustelle für Liestal

Jahrhundertbaustelle für Liestal

Liestal Vierspurausbau ZEB / Wendegleis STEP

Liestal, 03.04.2020

Die SBB baut zwischen 2019 und 2025 den Bahnknoten Liestal aus. Ziel ist eine leistungsstarke öV-Drehscheibe und ein attraktiver Bahnhof für den Hauptort des Kantons Basel-Landschaft. Das Projekt Vierspurausbau Liestal umfasst eine Vielzahl einzelner Massnahmen, welche alle unter Bahnbetrieb umgesetzt werden

  •  Neubau des gesamten Bahnhofs inklusive nördlicher und südlicher Einfahrten auf durchgehend vier Spuren und etappenweiser Neubau der vorhandenen Perronanlagen sowie Bau eines zusätzlichen Mittelperrons, der von SBB und Waldenburgerbahn gemeinsam genutzt werden wird
  • Verschiebung Oristal-, Sichtern- und Gartenstrasse im Bahnhofbereich, Abbruch von SBB-eigenen Liegenschaften sowie Anpassungen an mehreren Über- und Unterführungen und an Böschungen, Stützmauern und Lärmschutzwänden
  • Neubau gesamtes Bahntrasse und Bahntechnik auf einer Länge von 3 km
  • Neubau zahlreicher, hoher Stützwände entlang dem gesamten Bahnperimeter
  • Abbruch der bestehenden beiden Personenunterführungen und Bau von zwei neuen, grosszügigeren und behindertengerechten Personenunterführungen an neuer Lage mit direkten Quartierzugängen
  • Etappierter Neubau der Bahnüberführung Seltisbergbrücke (Kantonsstr.)
  • Neubau der Passerelle beim Bahnübergang Schwieri und Schliessung des Bahnübergangs
  • Bau eines neuen Park+Rail-Parkhauses und einer neuen Veloabstellanlage

Die Vorarbeiten und die nötigen temporären Anpassungen an den Gleisanlagen starteten im Juni 2019 und konnten planmässig im Dezember 2019 abgeschlossen werden. Zeitgleich wurden umfangreiche Werkleitungsumlegungen und Tiefbauarbeiten zur Verlegung der Oristalstrasse, der Tiergartenstrasse und der Sichternstrasse durchgeführt. Im 4. Quartal wurde dann mit dem Bau neuer und grosser Stützbauwerke im Bahnhofbereich begonnen. Folgen werden die Stützbauwerke in östlicher und westlicher Richtung, bevor dann in den Jahren 2021 bis 2023 die Hauptarbeiten zur Erweiterung und Erneuerung der Gleisanlagen erfolgen können. Im Zuge der Optimierung von Bauabläufen konnte mit dem Bau der neuen Überführung der Seltisbergstrasse und dem Neubau der Personenunterführungen früher begonnen werden.

Für alle Arbeiten wurden bislang die vereinbarten Qualitäten erreicht und bezüglich der Arbeits- und Bahnsicherheit operiert die Baustelle auf sehr hohem Niveau. Von der CoVid19-Pandemie bleibt aber auch diese Baustelle nicht verschont. Die einzuhaltenden Hygienestandards und Präventionsmassnahmen des Bundes stellen die Baustellen- und Arbeitsorganisation vor Herausforderungen, die zur vorübergehenden Schliessung der Baustelle geführt haben. Mit der Vorbereitung und Installation umfassender Schutzmassnahmen sollen die Arbeiten jedoch zeitnah wieder aufgenommen werden.

Die Ingenieurgemeinschaft LBW+ zeichnet unter Federführung der Locher Ingenieure AG für die interdisziplinäre Projektierung und Bauleitung des Projektes verantwortlich.

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