Erfolgreicher Brückenschlag über die Reppisch

Erfolgreicher Brückenschlag über die Reppisch

Ersatzneubau Reppischbrücke Bonstetterstrasse

Stallikon ZH, 02.10.2020

Am Freitag 18. September 2020 konnte die kantonale Bonstetterstrasse zwischen dem Weiler Aumüli und Bonstetten wieder für den Strassenverkehr freigegeben werden, nachdem sie 14 Wochen lang wegen Bauarbeiten gesperrt gewesen war.

Die bisherige, ca. 70 Jahre alte Brücke wies neben Schäden und einer zu schmalen Fahrbahn auch statische Defizite sowie Risiken hinsichtlich der Hochwassergefährdung auf und musste deshalb ersetzt werden. Mit dem Ersatzneubau konnte die Fahrbahn verbreitert, der Durchfluss vergrössert und ein 1,5 m breiter, separater Gehweg geschaffen werden, der bis anhin gefehlt hatte. Der Gewässerraum unterhalb sowie im nahen Umfeld der Brücke wurde wasserbaulich optimiert und faunagerecht gestaltet. Gleichzeitig mit den Brücken- und Wasserbauarbeiten konte auch ein ca. 30 m langes Teilstück der Bonstetterstrasse komplett ersetzt werden. Für Fussgänger und Velofahrer stand permanent direkt neben der Baustelle eine provisorische Hilfsbrücke zur Verfügung.

Die neue, 7,6 m weit gespannte Stahlbetonbrücke ist so konzipiert, dass über die Nutzungsdauer von 100 Jahren möglichst wenig Unterhaltsaufwand entsteht. Durch die auf Grossbohrpfählen fundierte, integrale Rahmenkonstruktion kann auf schadensanfällige Fugenkonstruktionen und Lager verzichtet werden. Dank Abdichtung und wasserundurchlässigem Gussasphalt bleibt die Fahrbahnplatte dauerhaft vor der Einwirkung schädigender Tausalze geschützt. Die stark exponierten Konsolköpfe wurden mit Beton hoher Frostbeständigkeit, nichtrostenden Bewehrungsbügeln und einer wasserabweisenden Tiefenhydrophobierung versehen. Die neuen, schlicht gestalteten Stahlrohrgeländer sind mit einem metallischen Zinküberzug sowie einer anthrazitgrauen Farbbeschichtung vor Korrosion geschützt.

Die Locher Ingenieure AG war als Projektverfasserin Brücken- und Strassenbau verantwortlich für alle Planungsphasen vom Vorprojekt über die Bauleitung bis zur Inbetriebnahme.

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Küssnachter Jahrhundertwerk in Betrieb

Küssnachter Jahrhundertwerk in Betrieb

Eröffnung der Südumfahrung Küssnacht

Küssnacht, 11.09.2020

Am 3. September wurde der Tunnel Burg als Teil der Südumfahrung Küssnacht offiziell eingeweiht und die gesamte Südumfahrung Küssnacht am 4. September 2020 dem Verkehr übergeben. Die offiziellen Feierlichkeiten fanden aufgrund der Corona-Pandemie im kleinen Rahmen statt. Ein Horntrio sowie die 4. Primarschulklasse von Küssnacht begleiteten die kleine Feier musikalisch. Im Anschluss an den Festakt stand der Tunnel Burg während ein paar Stunden der Bevölkerung zur Besichtigung offen.

Obwohl die Umfahrung «nur» 1200 m lang ist, beinhaltet das Projekt fast das gesamte Spektrum des Bauingenieurwesens. Neben Neubauobjekten wie Tagbautunnel, bergmännischer Tunnel, Fluchtstollen, Fluchtschacht, Brücke, Unterführung, Stützmauern, Betonkreisel, Lärmschutzwänden etc. erforderte die Realisierung eine Vielzahl von Baugrubenabschlüssen und Bauhilfsmassnahmen. Schlussendlich wurden über 30'000 m3 Beton verbaut, mehr als eine Viertelmillion Kubikmeter Ausbruch- und Aushubmaterial verschoben, zirka 4’500 m Bohrpfähle erstellt und der Küssnachter Boden mit über 140'000 Bohrmetern durchörtert.

Die Südumfahrung Küssnacht weist eine sehr lange Planungsgeschichte auf. Bereits 1960 wurden die ersten Varianten erörtert und verworfen, bis dann im Jahr 2015 mit den Bauarbeiten gestartet werden konnte. In der Realisierung zeigte sich das Herzstück der Südumfahrung – der Tunnel Burg – als die grösste Herausforderung. Mit den Wassereinbrüchen beim Nordvortrieb sowie dem Tagbruch nahe dem Portal Räbmatt wurde auf der Zielgeraden allen Projektbeteiligten nochmals alles abverlangt. Nach einer fünfjährigen Bauzeit konnte nun die Südumfahrung Küssnacht erfolgreich in Betrieb genommen werden.

Die Locher Ingenieure AG gratuliert allen Beteiligten zu diesem Erfolg und ist stolz, Teil des Planungsteams zu sein. Sie ist innerhalb der Ingenieurgemeinschaft für die Gesamtleitung der Südumfahrung, den Voreinschnitt mit Tagbautunnel und den gesamten Innenausbau des Tunnels sowie die Überführung Artherstrasse verantwortlich.

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Gleisbau-Wochenende Gloriastrasse

Gleisbau-Wochenende Gloriastrasse

Gleisbau an der Gloriastrasse, Bereich Tramhaltestelle Voltastrasse

Zürich, 27.08.2020

Das Projekt «Gloriastrasse» umfasst den Neubau der Tramhaltestelle «Voltastrasse» sowie die Gleiserneuerung und Strassenbauarbeiten. Da die Bewilligung der im Rahmen des Neubaus des Forschungsgebäudes GLC der ETH Zürich verschobenen provisorischen Haltestelle Ende 2020 ausläuft, muss bis dahin die neue, hindernisfreie Haltestelle der Tramlinien 5 und 6 nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes erstellt sein.

Im Zuge der Wiederherstellung der Haltestelle «Voltastrasse» wird diese an alter Lage neu hindernisfrei mit einer durchgehend hohen Haltekante ausgebildet. Damit kann bei allen Türen ein ebenerdiger Zugang angeboten werden. Am Gleisbau-Wochenende vom 15./16. August 2020 wurden die Gleise zwischen der Kurve Sternwartstrasse und der Voltastrasse abgebrochen und in neuer Lage erstellt. Die Arbeiten im Bereich der Gleisanlagen (Abbruch, Gleisentwässerung, Werkleitungsbau, Verlegen der Gleise, Unterbeton) wurden durch die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) respektive deren Unternehmer ausgeführt.

Die VBZ hat die Gleise (inkl. Fahrleitung) im Bereich der Haltestelle um ca. 0.6 m  in Richtung Norden verschoben und gleichzeitig soweit gespreizt, dass der Begegnungsfall Tram-LKW normgerecht abgewickelt werden kann. Diese Verschiebung eröffnet zusammen mit der Verschmälerung der beiden Trottoirs die Möglichkeit die Fahrspur bergwärts soweit zu verbreitern, dass auch im Bereich der Haltestelle ein durchgehender Velostreifen markiert werden kann. Es entsteht so zur Umsetzung des Masterplans Velo bergwärts auf der ganzen Länge des Projektes eine durchgehende Radspur. Neben den Gleisbauarbeiten werden diverse Werkleitungen erneuert, sowie die Beläge im gesamten Projektperimeter neu erstellt.

Die Locher Ingenieure AG wurde durch das Tiefbauamt der Stadt Zürich für die Phasen Ausschreibung, Ausführungsprojekt, Bauausführung und Abschluss beauftragt.

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1‘090 Meter lange Winkelstützmauer entlang der A1

1‘090 Meter lange Winkelstützmauer entlang der A1

Hauptarbeiten Erhaltungsprojekt N01/36 WEST Anschluss Dietikon – Verzweigung Limmattal

Zürich, 10.08.2020

Im Rahmen des ASTRA Erhaltungsprojektes N01/36 West mit dem Projektperimeter der A1 ab Anschluss Dietikon bis Verzweigung Limmattal (Limmattalerkreuz) wird in den Jahren 2020 und 2021 eine Gesamtsanierung durchgeführt. Dazu gehören hauptsächlich die Instandsetzung und teilweise Anpassung sämtlicher Kunstbauten, Erneuerung der Werkleitungen und Ersatz der Beläge.

Entlang der Fahrbahn in Richtung Bern wird die bestehende Blocksteinmauer durch eine Betonmauer ersetzt. Für den Bau der neuen Stützmauer ist auf der gesamten Länge eine Baugrubensicherung in Form einer Nagelwand notwendig. Die 1‘090 m lange Winkelstützmauer verläuft parallel zum Fahrbahnrand und dient gleichzeitig auch als Fahrzeugrückhaltesystem. Im Regelquerschnitt beträgt die Wandhöhe 3.35 m, in einem Abschnitt von ca. 300 m reduziert sich die Höhe auf 1.15 m. Sie wird von drei Brückenwiderlagern unterbrochen. Da die neue Kabelrohranlage hinter der Stützmauer geführt wird, sind 10 integrierte Schachtbauwerke und Pressvortriebe durch die Widerlager der drei Brückenbauwerke notwendig. Zusätzlich werden Fundamente für Signalportale und Spülnischen in die Mauer integriert. Weiter müssen bauliche Anpassungen am autobahnquerenden Durchlass Lenggenbach durchgeführt werden. Dabei wird mittels Höchstdruckwasserstrahlen (HDW) die bestehende Bewehrung des Durchlasses freigelegt und anschliessend mit der neuen Stützmauer zusammenbetoniert. Daneben sind auch diverse bestehende Querungen von Elektro-, Gas- und Wasserleitungen anzupassen oder umzulegen. Die Arbeiten an der Nagelwand starteten im Februar 2020. Derzeit werden die letzten Etappen der Baugrubensicherung erstellt. Die Betonarbeiten haben Ende Mai angefangen und werden anfangs 2021 fertiggestellt.

Die Locher Ingenieure AG ist im Rahmen von zwei Ingenieurgemeinschaften für die Projektierung (ab Phase Zustandserfassung/Massnahmenkonzept) und Bauleitung diverser Kunstbauten verantwortlich.

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Zusätzliche Standplätze am Flughafen Zürich

Zusätzliche Standplätze am Flughafen Zürich

Erweiterung der Zone West am Flughafen Zürich

Zürich, 10.07.2020

Die Zone West ist eines der letzten noch vorhandenen aviatischen Entwicklungsgebiete am Flughafen Zürich. Der gesamte Projektperimeter befindet sich zwischen der Piste 16 und der Glatt und wird nördlich durch den Rollweg LIMA begrenzt. Die südliche Grenze bildet der Altbachkanal.

In einer ersten Etappe wurden 2016 und 2017 zwei Code-E-Standplätze und die nördliche Verlängerung des Rollweg ROMEO realisiert. Es wurde gleichzeitig der Heli Grill an einen provisorischen Standplatz verlegt und mit einem Hügel für die Flugzeug-Spotter ergänzt.

Im aktuellen Projekt werden ca. 10 ha Flugbetriebsflächen, bestehend aus Standplätzen, Rollgassen und Serviceflächen, neu erstellt. Die max. 12 zusätzlichen Standplätze können flexibel für Code C und Code E Flugzeuge genutzt werden. Als Code C bezeichnet man Flugzeuge mit einer Spannweite von bis zu 36 m. Code E Flugzeuge haben eine maximale Spannweite von 65 m. Zusätzlich entsteht eine Reihe von Plätzen zum Abstellen von Business-Jets.

In der ersten Bauphase 2020 erfolgen die Erdarbeiten und die Erstellung der Werkleitungen für die Entwässerung und Wasserversorgung. Mit einem Teil des gewonnenen Ober- und Unterbodens wird eine Bodenaufwertung mit Erstellung neuer Fruchtfolgeflächen in der näheren Umgebung realisiert.

Zusätzlich erfolgt die Aufschüttung des Geländes, um die Basis für den Oberbau zu schaffen und die geringen zulässigen Gefälle für Flugbetriebsflächen einzuhalten. In einer weiteren Bauphase erfolgen dann die Werkleitungen für die Rollwegbefeuerung und die Standplatzbeleuchtung und der Oberbau. Der Oberbau für die Flugbetriebsflächen besteht aus einem 36 cm starken Betonaufbau auf einer 58 cm starken zementstabilisierten Fundation. Ebenfalls werden der Heli Grill mit Spotterstandort an einen neuen Standort verschoben und der um das Projekt verlaufende Skaterweg neu angelegt. Die Locher Ingenieure betreuen mit verschiedenen Planungspartnern das Projekt seit der ersten Projektidee 2011 über alle Projektierungsphasen und stellen aktuell die Bauleitung und Chefbauleitung.

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Schweizer Rekord im Zürcher Untergrund

Schweizer Rekord im Zürcher Untergrund

Durchschlag des Microtunnelingabschnitts Los 2 der Verbindungsleitung ERZ Wärmeversorgung Zürich-West

Zürich, 29.06.2020

Mit dem Durchschlag ist die Microtunneling-Maschine „Erika“ Ende Juni 2020 im Zielschacht Rothstrasse angekommen. Der ca. 870 m lange Vortrieb verlief vom Startschacht Gerstenstrasse unter der Limmat hindurch, am Landenbergpark vorbei bis in den Zielschacht Rothstrasse und ist der letzte Vortriebsstrang von insgesamt 3 Vortriebsabschnitten. Trotz verzögertem Vortriebsstart und teilweise schwieriger Geologie konnten die Vortriebsarbeiten termingerecht abgeschlossen werden. Gemeinsam mit dem lösungsorientierten Baustellenteam wurden die Herausforderungen erfolgreich und unfallfrei im Schutz der heiligen Barbara gemeistert.

Mit dem beinahe gleichzeitigen Eintreffen der Vortriebsmaschinen „Erika“ (Los 2) und „Claudia“ (Los 1) ist nun der Lückschluss der neuen Fernwärme-Verbindungsleitung zwischen der Kaverne Strickhof und dem Schacht Gerstenstrasse erfolgt. Die Gesamtlänge der Microtunneling-Vortriebe von ca. 2‘370 m bei Aussendurchmessern von mindestens 3.6 m stellt einen Schweizer Rekord dar und zählt europaweit zu den Spitzenleistungen.

Bis zum September 2021 werden nun die definitiven Schachtbauwerke erstellt und die Fernwärmetechnik eingebaut. Die Inbetriebnahme der Verbindungsleitung ist im Frühjahr 2022 geplant.

Die Locher Ingenieure AG hat die Federführung in der Ingenieurgemeinschaft ENERGIE und ist unter anderem für die Projektierung und Bauleitung der Microtunneling-Strecke Los 2 verantwortlich.

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Die Forchbahn rollt wieder zweigleisig in Zollikerberg

Die Forchbahn rollt wieder zweigleisig in Zollikerberg

Behindertengerechter Umbau der Haltstelle Spital Zollikerberg

Zollikerberg, 27.05.2020

Um dem Fahrgastkomfort zu steigern und dem Gesetz zur Behindertengleichstellung Rechnung zu tragen, werden die Haltestellen der Forchbahn baulich so angepasst, dass durchgehend ein niveaufreier Zugang zu den Zügen geschaffen wird. In diesem Zusammenhang hat die Forchbahn bereits den Bahnhof Forch, die Haltestellen Waltikon, Egg und Esslingen und nun auch die Haltestelle Spital Zollikerberg baulich angepasst.

Im Zeitraum Februar 2018 bis Mai 2020 wurde die wichtige und gut frequentierte Haltestelle Spital Zollikerberg in zwei Etappen umfassend modernisiert und umgebaut. 2018 wurde in einer ersten Etappe spitalseitig eine neue Personenunterführung inkl. Liftzufahrt zum Perron erstellt. In den Jahren 2019/2020 wurde der bestehende Perron verlängert und erhöht, sodass ein barrierefreier Zugang zu den Fahrzeugen möglich ist. Im Zuge dieser Arbeiten wurde über die gesamte Perronlänge ein Dach als Wetterschutz und zur Erhöhung des Fahrgastkomforts realisiert. Gleichzeitig wurden im Bereich der Haltestelle der Gleisoberbau sowie der Spurwechsel, bestehend aus vier Weichen, erneuert. Diese Arbeiten konnten aufgrund der sehr guten Koordination mit allen Beteiligten unter einseitigem Betrieb ausgeführt werden. Lediglich für den Ersatz des Spurwechsels musste der Zugbetrieb für ein Wochenende ausgesetzt und ein Busersatz eingerichtet werden.

Die Locher Ingenieure AG war mit der Gesamtleitung und der Projektierung dieses Projektes von den Phasen Vorprojekt bis Inbetriebnahme betraut. Auch die Oberbauleitung und örtliche Bauleitung wurden durch die Locher Ingenieure AG wahrgenommen.

Dank der sehr guten Zusammenarbeit und dem Einsatz aller am Projekt beteiligten Personen und Firmen konnte der Forchbahn und deren Fahrgästen ein gelungenes, hochwertiges und langlebiges Bauwerk übergeben werden.

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Nachhaltige Energie für Zürich-West

Nachhaltige Energie für Zürich-West

Abschluss 1. Etappe der Energiezentrale Josefstrasse für die Wärmeversorgung Zürich-West

Zürich, 13.05.2020

Um die Versorgung der Stadt Zürich mit Fernwärme nach der Ausserbetriebnahme der Kehrrichtverbrennungsanlage Josefstrasse im Jahr 2021 sicherzustellen, realisiert die Abteilung ERZ Entsorgung und Recycling Zürich das Projekt Wärmeversorgung Zürich-West. Nebst der Verbindung der beiden Fernwärmenetze Zürich-Nord (Hagenholz) und Zürich-West ermöglicht das Projekt den Kapazitätsausbau sowie die Erschliessung der Quartiere Wipkingen, Unterstrass und Aussersihl.

Auf dem Areal der Kehrichtverbrennungsanlage Josefstrasse entsteht die neue Energiezentrale, welche die Energie aus der Verbindungsleitung von der Anlage im Hagenholz zwischenspeichert und weiter im Fernwärmenetz verteilt. Zur Energiezentrale gehören nebst den sechs Wärmespeicher- und Expansionsbehälter auch drei Spitzenlastkessel, diverse elektro- und verfahrenstechnische Installationsräume sowie eine betriebseigene Werkstatt.

Unter laufendem Betrieb entstanden seit Frühling 2019 die notwendigen Gebäudeteile für die Spitzenlastkessel und die Wärmespeicher- und Expansionsbehälter. Dazu wurde in einem ersten Schritt inmitten der Verbrennungsanlage durch den Ausbau des bereits stillgelegten, zweiten Verbrennungsofens Platz geschaffen für die neue Behälterhalle. Gleichzeitig startete der Bau der ersten beiden Kesselzellen. Nach rund einem Jahr Bauzeit wurde nun der Abschluss der ersten Etappe mit der Montage der Behälter erreicht. Die sechs Behälter wurden während drei Nächten mit einem der grössten Pneukräne der Schweiz von der Josefstrasse an ihren Standort in der Behälterhalle gehoben und auf den vorbereiteten Standringen befestigt.

Die Locher Ingenieure AG hat die Federführung in der Ingenieurgemeinschaft ENERGIE und ist unter anderem für die Projektierung und Fachbauleitung der Tragwerke in Massivbau und Stahlbau der neuen Energiezentrale Josefstrasse in den Projektphasen Vorprojekt bis Inbetriebnahme verantwortlich.

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Jahrhundertbaustelle für Liestal

Jahrhundertbaustelle für Liestal

Liestal Vierspurausbau ZEB / Wendegleis STEP

Liestal, 03.04.2020

Die SBB baut zwischen 2019 und 2025 den Bahnknoten Liestal aus. Ziel ist eine leistungsstarke öV-Drehscheibe und ein attraktiver Bahnhof für den Hauptort des Kantons Basel-Landschaft. Das Projekt Vierspurausbau Liestal umfasst eine Vielzahl einzelner Massnahmen, welche alle unter Bahnbetrieb umgesetzt werden

  •  Neubau des gesamten Bahnhofs inklusive nördlicher und südlicher Einfahrten auf durchgehend vier Spuren und etappenweiser Neubau der vorhandenen Perronanlagen sowie Bau eines zusätzlichen Mittelperrons, der von SBB und Waldenburgerbahn gemeinsam genutzt werden wird
  • Verschiebung Oristal-, Sichtern- und Gartenstrasse im Bahnhofbereich, Abbruch von SBB-eigenen Liegenschaften sowie Anpassungen an mehreren Über- und Unterführungen und an Böschungen, Stützmauern und Lärmschutzwänden
  • Neubau gesamtes Bahntrasse und Bahntechnik auf einer Länge von 3 km
  • Neubau zahlreicher, hoher Stützwände entlang dem gesamten Bahnperimeter
  • Abbruch der bestehenden beiden Personenunterführungen und Bau von zwei neuen, grosszügigeren und behindertengerechten Personenunterführungen an neuer Lage mit direkten Quartierzugängen
  • Etappierter Neubau der Bahnüberführung Seltisbergbrücke (Kantonsstr.)
  • Neubau der Passerelle beim Bahnübergang Schwieri und Schliessung des Bahnübergangs
  • Bau eines neuen Park+Rail-Parkhauses und einer neuen Veloabstellanlage

Die Vorarbeiten und die nötigen temporären Anpassungen an den Gleisanlagen starteten im Juni 2019 und konnten planmässig im Dezember 2019 abgeschlossen werden. Zeitgleich wurden umfangreiche Werkleitungsumlegungen und Tiefbauarbeiten zur Verlegung der Oristalstrasse, der Tiergartenstrasse und der Sichternstrasse durchgeführt. Im 4. Quartal wurde dann mit dem Bau neuer und grosser Stützbauwerke im Bahnhofbereich begonnen. Folgen werden die Stützbauwerke in östlicher und westlicher Richtung, bevor dann in den Jahren 2021 bis 2023 die Hauptarbeiten zur Erweiterung und Erneuerung der Gleisanlagen erfolgen können. Im Zuge der Optimierung von Bauabläufen konnte mit dem Bau der neuen Überführung der Seltisbergstrasse und dem Neubau der Personenunterführungen früher begonnen werden.

Für alle Arbeiten wurden bislang die vereinbarten Qualitäten erreicht und bezüglich der Arbeits- und Bahnsicherheit operiert die Baustelle auf sehr hohem Niveau. Von der CoVid19-Pandemie bleibt aber auch diese Baustelle nicht verschont. Die einzuhaltenden Hygienestandards und Präventionsmassnahmen des Bundes stellen die Baustellen- und Arbeitsorganisation vor Herausforderungen, die zur vorübergehenden Schliessung der Baustelle geführt haben. Mit der Vorbereitung und Installation umfassender Schutzmassnahmen sollen die Arbeiten jedoch zeitnah wieder aufgenommen werden.

Die Ingenieurgemeinschaft LBW+ zeichnet unter Federführung der Locher Ingenieure AG für die interdisziplinäre Projektierung und Bauleitung des Projektes verantwortlich.

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„Erika“ ist angedreht...

„Erika“ ist angedreht...

Vortriebsstart des 2. Abschnitts der Verbindungsleitung ERZ Wärmeversorgung Zürich-West

Zürich, 21.02.2020

In der Gerstenstrasse, mitten zwischen den grossen Bauten des Löwen-Areals und der KV Business School Zürich, wurde 2019 unter beengten Platzverhältnissen mit dem Bau eines Microtunneling-Startschachtes begonnen. Über mehrere Monate wurde mittels Spundwänden ein 12 m tiefer Startschacht erstellt, dessen Sohle ca. 8 m unterhalb des Grundwassersspiegels liegt. Von hier aus werden nun zwei der vier Abschnitte des neuen Fernwärmetunnels des Projektes „Wärmeversorgung Zürich-West“ im Microtunneling-Verfahren vorgetrieben.

Die Abteilung ERZ Entsorgung und Recycling der Stadt Zürich baut mit dem Grossprojekt die Fernwärmeversorgung im westlichen Stadtgebiet aus. Mit der neuen Verbindungsleitung wird nach der Stilllegung des Kehrichtheizkraftwerks an der Josefstrasse die künftige Erhaltung der Wärmeversorgung im Gebiet Zürich-West durch das Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz in Zürich-Nord sichergestellt.

Mitte Januar konnte der Bohrkopf mit einem Aussendurchmesser von 3.6 m in den Schacht eingehoben werden. Für das Einheben der 110 t schweren Maschine wurde einer der grössten Autokrane der Schweiz auf Platz gebracht. Nachdem die Maschine auf den Namen „Erika“ getauft wurde, fand Anfang Februar 2020 der Vortriebsstart der ca. 870 m langen Strecke statt. In den kommenden Monaten wird sich „Erika“ zunächst durch das Lockergestein bis zur Limmat vorarbeiten und die Flusssohle mit ca. 7 m Überdeckung unterqueren. Etwa 50 m nach der Unterquerung der Limmat erfolgt der Übergang vom Lockergestein in den Fels. Ab dem Bereich des Landenbergparks bohrt sich die Maschine in steigendem Vortrieb bis zum Zielschacht in der Rothstrasse. Dort wird „Erika“ auf die Microtunneling-Maschine „Claudia“ treffen, welche den Stollenabschnitt zwischen dem Startschacht Milchbuck und dem Zielschacht Rothstrasse erstellt.

Die Locher Ingenieure AG hat die Federführung in der Ingenieurgemeinschaft ENERGIE und ist unter anderem für die Projektierung und Bauleitung des zweiten Abschnitts der Microtunneling-Strecke inkl. Startschacht und Ortbetonschacht im Endzustand verantwortlich.

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Mit Volldampf für „ferne Wärme“

Mit Volldampf für „ferne Wärme“

ERZ Fernwärme Verbindungsleitung und Erschliessung Aussersihl, Stadt Zürich

Zürich, 16.01.2020

Am 28. September 2018 hat das Zürcher Stimmvolk der Erweiterung der Fernwärmeversorgung in der Stadt Zürich und somit dem Bau der neuen Verbindungsleitung Zürich West und der Erschliessung Aussersihl mit grossem Mehr zugestimmt. Diese Verbindungsleitung stellt die Deckung des künftigen Wärmebedarfs im Gebiet Zürich-West sicher. Die Fernwärme wird zu einem grossen Teil mit der Abwärme der Kerichtverbrennungsanlage Hagenholz erzeugt

Seit einem Jahr wird intensiv gebaut. Die Lose 1 und 2 vom Strickhof bis Schütze-Areal werden grabenlos mittels Microtunneling erstellt. Im Los 3 werden die Fernwärmerohre aufgrund des hohen Grundwasserspiegels und der Erschliessung der Quartiere im konventionellen Grabenbau verlegt. Bisher wurden die Fernwärmerohre bereits auf den Abschnitten Schütze-Areal bis Josefstrasse verbaut, der Leitungsbau in der Josefstrasse bis Röntgenplatz ist kurz vor dem Abschluss. In diesem Abschnitt wurde fürs ERZ auch die Abwasserleitung ausgebaut und für die Wasserversorgung Zürich die Leitungen erneuert. In der Josefstrasse und auf dem Röntgenplatz wurden unterirdische Schachtbauwerke erstellt, diese dienen als zukünftige Abgangsstellen für die Quartiererschliessungen. Kurz vor Weihnachten konnte auch die Verteilkammer auf den Schöneggplatz fertiggestellt werden. Von dort soll später das Langstrassen-Quartier erschlossen werden.

Zurzeit laufen Grabarbeiten in der Neugasse, auf dem SBB-Areal und in der Neufrankegasse. Bereits im Juni sollen sämtliche Arbeiten im Los 3 abgeschlossen sein. 2021 soll dann die Verbindungsleitung in Betrieb genommen werden.

Die Locher Ingenieure AG hat die Federführung in der Ingenieurgemeinschaft ENERGIE und ist unter anderem für die Projektierung und Bauleitung der Lose 2 und 3 verantwortlich.

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Neue Brücke über den Wildbach

Neue Brücke über den Wildbach

Ersatzneubau Brücke Wildbach Bächlistrasse

Oberembrach ZH, 25.10.2019

Freie Fahrt auf der Bächlistrasse: Anfang Oktober konnte die kantonale Bächlistrasse zwischen dem Kreisel Oberdorfstrasse (Oberembrach) und dem Einlenker Zürcherstrasse (Lufingen) wieder freigegeben werden, nachdem sie 13 Wochen lang gesperrt war. Grund der Sperrung war der Ersatzneubau der Brücke Wildbach, die durch den Brückenschlag über die natürliche, namensgebende Gemeindegrenze eine direkte Verkehrsverbindung der beiden benachbarten Gemeinden ermöglicht. Die bisherige Brücke mit Baujahr 1949 wies neben Schäden und statischen Defiziten auch Risiken hinsichtlich der Hochwassergefährdung auf und musste ersetzt werden. Mit dem Ersatz konnte die Durchflussbreite um 1,6 m vergrössert und ein 2 m breiter, separater Gehweg geschaffen werden, der bis anhin gefehlt hatte. Der Gewässerraum unterhalb sowie im nahen Umfeld der Brücke wurde wasserbaulich optimiert und faunagerecht gestaltet, der Wildbach konnte während den Bauarbeiten um die Baustelle herumgeleitet werden. Für Fussgänger und Velofahrer stand permanent direkt neben der Baustelle eine provisorische Hilfsbrücke zur Verfügung.

Die neue, 9,5 m weit gespannte, schief gelagerte Stahlbetonbrücke berücksichtigt typische Elemente des modernen Brückenbaus, der auf eine möglichst dauerhafte, unterhaltsarme Bauweise abzielt. Durch die integrale, flach fundierte Rahmenkonstruktion konnte auf schadensanfällige Fahrbahnübergänge und Lager verzichtet werden. Dank Versiegelung, Abdichtung und wasserundurchlässigem Gussasphalt bleibt die Fahrbahnplatte dauerhaft  vor der Einwirkung schädigender, korrosionsbildender Tausalze geschützt. Die stark exponierten Konsolköpfe wurden mit Beton hoher Frostbeständigkeit, nichtrostenden Bügeln und einer wasserabweisenden Tiefenhydrophobierung versehen.

Die Locher Ingenieure AG war als Projektverfasserin Brückenbau verantwortlich über alle Planungsphasen von der Überprüfung und Neubauprojektierung über die Bauleitung bis zur Inbetriebnahme.

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Brückeninstandsetzung über der A52

Brückeninstandsetzung über der A52

Instandsetzung Überführung Roggesbüelstrasse

Grüningen, 11.10.2019

Das 1975 erbaute Brückenbauwerk ist als Sprengwerk über 5 Felder ausgebildet und überquert die vielbefahrene Forchautobahn A52 in der Gemeinde Grüningen. Es dient der Überquerung der A52 durch die untergeordnete Roggesbüelstrasse.

Die Brücke hat eine Oberfläche von 675  Quadratmeter, eine Gesamtlänge von 55 Meter und eine Breite von 10 Meter. Die 55 cm dicke, längs vorgespannte Betonplatte verjüngt sich im Querschnitt beidseitig gegen den Plattenrand. Auf der einen Seite ist sie trompetenförmig aufgeweitet.

Eine detaillierte Bauwerküberprüfung im Jahr 2017 ergab, dass die Abdichtung schadhaft, die Tragstruktur aber in einem annehmbaren bis guten Zustand ist. Aufgrund der Überprüfungsergebnisse wurde eine massgeschneiderte Instandsetzung projektiert und ausgelöst.

Von Juli bis Mitte Oktober 2019 erfolgen die notwendigen Instandsetzungsmassnahmen auf der gesperrten Brücke. Die Hauptarbeiten bestehen aus dem Ersatz der Abdichtung und des Belages. Im Gehwegbereich wurden schadhafte Betonbereiche in Etappen mittels Höchstdruckwasserstrahlen abgetragen und mit Instandsetzungsmörtel reprofiliert. Am gesamten Bauwerk wurden zudem lokale Betoninstandsetzungen vorgenommen. Die Arbeiten an der Untersicht über den Fahrbahnen der Forchstrasse A52 wurden in spurweisen Sperrungen durchgeführt. Dabei war der Schutz der befahrenen Fahrspuren ein wichtiger Sicherheitsaspekt während den Arbeiten.

Am Donnerstag 10. Oktober 2019 konnte die Brücke für den Verkehr freigegeben werden. Die Locher Ingenieure AG sind vom Tiefbauamt des Kantons Zürich für sämtliche Phasen der Brückeninstandsetzung beauftragt.

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